Radfahren und Wandern

Touren in den Norden

Vom Binnenland an die Waterkant


Café ten Cate ein Muss für Schleckermäuler bei einem Besuch in Norden (© 2017 ug)

Im Sommer 2017* hatten wir uns mal wieder Schleswig-Holstein als Ausgangspunkt einer längeren Radtour vorgenommen. Kurz vor dem Start macht sich dort aber ein ausdauerndes Tief breit mit viel Regen und Sturm. Da ist uns ganz schnell die Lust vergangen. Wer möchte schon mit dem Fahrrad in einen Sturm hinein starten? Doch was nun?
*Die Tour ist auch 2026 noch aktuell. Auf Änderungen - Quartiere, Gastronomie - weisen wir hin.

Erster Gedanke: Wir wollen auf jeden Fall ans Meer. Zweiter Gedanke: Wir starten direkt von zuhause aus. Drittens brauchen wir ein Quartier an der Küste für einige Tage, falls das Wetter dann doch nicht so mitspielt. Die Wahl fällt auf Norden. Die Tour war als Wassertour geplant. Also wollen wir auf jeden Fall möglichst viel am Wasser entlang radeln. So haben wir es dann auch gemacht. An welchen Gewässern es lang geht, erfahrt ihr hier noch. Viel Spaß beim Lesen.

Frühmorgens...
... geht es los. Mit leeren Mägen und voll bepackten Rädern starten wir ostwärts - erstmal raus aus der Stadt. Die Zentrale einer hier bekannten Bäckereikette ist unser erstes Ziel - für ein ausgiebiges Frühstück.
So, nun kann es richtig losgehen. Osnabrücks Stadtflüsschen, die Hase, ist schnell erreicht und überquert. Wir nehmen erst noch ein paar Hügelchen, bevor uns ihr Schwesterflüsschen, die Else, zur Werre leitet, die uns wiederum zur Weser bringt. Auf einem dieser Hügelchen legen wir eine kurze Rast ein in Gedenken an die Zeit, als wir hier unsere erste Zigarette der Tour geraucht haben. Zum Glück sind wir dieses Laster seit Jahren los.

Von da an bewegen wir uns auf bekannten Wegen gen Melle. Hier radeln wir tatsächlich mal ein Stückchen an der Else entlang und legen einen Zwischenstopp ein in der feinen, kleinen Innenstadt.

Von Melle aus folgen wir dem Else-Werre-Radweg, der - nicht immer schön - geradewegs ostwärts Else und Werre folgend auf die Weser zu führt. Die meiste Zeit ist das Rauschen der parallel verlaufenden Autobehn nicht zu überhören.
Nächste Station ist Bünde. Halbzeit, Zeit für eine Kaffee-Kuchen-Pause, bevor wir gestärkt die zweite Hälfte der heutigen Strecke angehen. Bünde liegt sehr schön an der Else. Etwas erhöht über dem Flüsschen erstreckt die sehenswerte Innenstadt. Altes mischt sich mit Neuem, Folge des Zweiten Weltkrieges und der Neubau-Wut der 70er Jahre. Apropos Neubau: Wir kehren ein im supermodernen "stadtkind" mit Panoramablick in die Fußgängerzone und auf den Museumsplatz.
Auf dem Weg zurück zur Else und weiter nach Minden folgt mit Bad Oeynhausen das nächste Etappenziel. Doch bis dahin müpssen wir nch einige Kilometer abstrampeln. Der Weg schlängelt sich zwischen Else und Bahnstrecke weiter ostwärts, vorbei an Kirchlengern und Lohne. Zwischendrin ist von Süden die Werre angekommen und nimmt das Wasser der Else mit auf den Weg in die Weser. Hier ist endlich auch der Radweg direkt am Fluss angedockt. Wir folgen seinen Windungen bis wir mit einem Mal direkt an der Weser stehen. Hier könnten wir mit Amanda übersetzen. Machen wir aber nicht, sondern bleiben links der Weser.

Weserfähre Amanda
Die kleine Fähre Amanda hat uns so manches Mal über die Weser gebracht, meistens sehr unterhaltsam. Ihr Kapitän hatte immer die eine oder andere Anekdote parat und sie gern zum Besten gegeben. Doch mit seiner Erkrankung und seinem Tod war es mit dieser schönen Reiseerfahrung vorbei. Man konnte oder wollte keinen neuen Fährmann finden.
Wer heute hier die Weser queren will, muss etwas stromaufwärts die hohe Autobahnbrücke erklimmen und darf dann im Verkehrslärm eine 'moderne' Flussüberfahrt genießen.


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Weser abwärts

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An der Küste

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I(n)m Norden

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Resümee

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Karten, Literatur:
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